Mittwoch, 21. November 2007

Das Wichtigste über unsere Partnerschaft mit dem CEDECAP in Nicaragua

Hier geht's zum Artikel "Ein Rollstuhl für Angélica" aus der IGS Intern (mit Bildern)

Was ist das CEDECAP?

Das CEDECAP ist ein kleines Tages­heim für ca. 25 behinderte Jugend­liche und Erwachse­ne. Die Abkür­zung steht für Centro de Aten­ción Especial para el Desarollo de Capa­cidades "Jesús de Nazareth". Über­set­zung etwa: Sondereinrichtung zur Förde­rung von Fähig­keiten „Jesus von Naza­reth".

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Straßenansicht des CEDECAP

Wo befindet sich das CEDECAP?

Das CEDECAP liegt in einem dicht­be­völkerten Orts­teil am Rande von Rivas, einer Stadt mit 30.000 Ein­wohnern im Süden von Nicaragua. Viele Menschen in dem Viertel leben in Armut, die Arbeitslosigkeit und die Analphabeten­rate sind über­durchschnitt­lich hoch. Die meisten Straßen sind unbefestigt und ver­wandeln sich in der Regen­zeit in Schlamm­pisten.

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Auf dem Markt von Rivas

Was wird im CEDECAP gemacht?

  • Beschäftigung der Jugendlichen mit Gartenarbeit und in Werkstätten: Bäcke­rei, Papierbearbeitung, Fahrrad- und Roll­stuhlreparatur

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In der Backstube

  • Medizinische Betreuung für Behin­derte
  • Physiotherapie
  • Beratung der Eltern
  • Kostenlose ärztliche Betreuung für die Bewoh­ner des Ortsteils

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Im Sprechzimmer - im Hintergrund die Ärztin

Wer steht hinter dem CEDECAP?

Träger ist PRODI, ein Verein aus Eltern von behin­derten Kindern, Jugend­lichen und Er­wachsenen in Rivas.

Wie finanziert sich das CEDECAP?

  • mit spanischen Entwicklungs­hilfe­gel­dern (Gebäude und ein Teil der Ein­richtung)
  • aus Spendengeldern (weitere Einrich­tung, Betrieb). Viele der Eltern leben am Rande oder unter der Armuts­grenze!

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Armando (23) im Haus seiner Mutter. Acht Personen leben in zwei kleinen Räumen.

  • aus dem Verkauf von Brot, Obst und Gemüse sowie Einnahmen aus der Repa­raturwerkstatt.
  • Angestrebt wird, einmal von Spenden­geldern unabhängig zu werden.

Seit wann besteht die Partnerschaft?

Die Schulkonferenz be­schloss im November 2005, das CEDECAP mit Spenden zu unterstützen. Seit Januar 2007 gibt es zwischen der IGSA und dem CEDECAP eine Partnerschaftsvereinbarung.

Wie funktioniert der Kontakt zwischen der IGSA und dem CEDECAP?

Auf beiden Seiten gibt es einen Koordinator und Ansprech­partner: In unserer Schule ist es Herr Dieckhoff, in Rivas María Auxiliadora López. Sie haben sich im Juli 2005 in Rivas persönlich kennen gelernt und kor­respondieren seitdem mit­einander. In den Weihnachts­ferien 2006/ 2007 reiste Herr Dieckhoff zum zweiten Mal nach Rivas.

Welche Aktivitäten gibt es bei uns im Zusammen­hang mit der Partner­schaft?

  • Informationsveranstaltungen
  • Spendensammelaktionen vieler Klassen, der SV, der Eltern, der Hausmeister und beim Bredenbek-Cup
  • Geplant ist eine Arbeitsgruppe, die alle Aktivitäten plant und koordiniert.

Wofür werden unsere Spenden ver­wendet?

Zunächst floss das Geld hauptsächlich in die Ein­richtung einer Bäckerei und einer Ver­kaufsstelle für Brot. Außerdem wer­den der laufende Betrieb (Strom, Wasser, Gehälter) und Arbeitsmaterialien bezahlt.

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Die Backstube. Rechts der mit unserer Hilfe gekaufte Backofen

Wie gelangen unsere Spenden an das CEDECAP?

Der Förderverein der IGSA überweist das Geld direkt an den Förderverein des CEDECAP. Das Geld kommt daher zu 100 % dem CEDECAP zugute; kein Cent wird für Verwaltun gskosten verwendet!

Wozu haben wir diese Partnerschaft ?

  • An unserer Schule gibt es eine hohe Bereitschaft, einen konkreten Beitrag zur Armutsbekämpfung zu leisten. Wir erfah­ren genau und zuverlässig, wofür unsere Spenden verwendet werden.
  • In Rivas helfen wir einer Einrichtung, die wegen der Armut des Landes (Nicaragua ist das zweitärm­ste Land in Amerika) ohne Spendengelder nicht aufge­baut werden könnte.
  • Unsere Schule und das CEDECAP ver­bindet ein gemeinsames Ziel: die Integra­tion. Jeder soll nach seinen Fä­higkeiten optimal gefördert werden.

Möchtest du / möchten Sie noch mehr wissen?

Auskunft erteilt gerne Martin Dieckhoff,

Tel. 04102 - 82 25 24